Wärmebedarf
Verbrauch, Gebäudegrösse, Dämmstandard und Zustand der Gebäudehülle helfen, den tatsächlichen Bedarf einzuordnen.
Bestehende Wärmeverteilung beurteilen
Eine Wärmepumpe kann grundsätzlich auch in einem älteren Gebäude mit Heizkörpern funktionieren. Ob sie sinnvoll und effizient eingesetzt werden kann, muss jedoch anhand des Gebäudes und der bestehenden Heizung geprüft werden.
Die kurze Antwort
Eine Fussbodenheizung ist keine zwingende Voraussetzung für eine Wärmepumpe. Auch vorhandene Radiatoren oder Heizkörper können geeignet sein.
Für die Beurteilung zählen vor allem der Wärmebedarf des Gebäudes, die an kalten Tagen benötigte Vorlauftemperatur, die Leistung der Heizkörper, die hydraulischen Verhältnisse, Dämmung und Gebäudezustand, die bisherige Heizung, die Warmwasserbereitung, die mögliche Wärmequelle und die Platzverhältnisse.
Temperatur richtig einordnen
Die erforderliche Vorlauftemperatur ist keine feste Zahl. Sie ergibt sich aus dem Wärmebedarf des Gebäudes und daraus, wie viel Wärme die vorhandenen Heizflächen an die Räume abgeben können.
Je tiefer die Vorlauftemperatur im Heizbetrieb sein kann, desto günstiger sind in der Regel die Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb. Relevant ist deshalb nicht nur eine momentane Einstellung, sondern die Temperatur, die das Gebäude bei kalter Witterung tatsächlich benötigt. Heizkurve, hydraulische Einstellung und Betriebsweise der bisherigen Anlage werden dabei mitbeurteilt.
Bestehendes Haus, neue Lösung
Das Baujahr allein entscheidet nicht. Massgebend ist, wie Gebäude und Heizsystem heute zusammenspielen.
Verbrauch, Gebäudegrösse, Dämmstandard und Zustand der Gebäudehülle helfen, den tatsächlichen Bedarf einzuordnen.
Grösse und Leistung der Radiatoren, Raumtemperaturen, Heizkurve und Hydraulik zeigen, ob die vorhandenen Heizflächen geeignet sind.
Warmwasserbereitung, bisheriger Wärmeerzeuger, mögliche Wärmequelle sowie Platz für Innen- und Aussenteile gehören zur Gesamtbetrachtung.
Gezielt statt pauschal
Nein, nicht automatisch. Vorhandene Heizkörper können häufig weiterverwendet werden. Entscheidend ist, ob ihre Heizleistung bei der vorgesehenen Vorlauftemperatur ausreicht.
Eine optimierte Einstellung und ein hydraulischer Abgleich unterstützen einen passenden Anlagenbetrieb. Reichen einzelne Heizflächen bei der vorgesehenen Systemtemperatur nicht aus, können diese gezielt angepasst oder ersetzt werden, ohne pauschal alle Radiatoren auszutauschen.
Wärmequelle und Standort
Beide Systeme können bei einer Heizungssanierung infrage kommen. Die Auswahl richtet sich nach Gebäude, Grundstück und Projektbedingungen.
Sie nutzt die Aussenluft als Wärmequelle. Aufstellort, Platzverhältnisse, Schall, Leitungswege und die Einbindung in die bestehende Anlage werden objektbezogen geplant.
Luft/Wasser im DetailSie nutzt Erdwärme. Grundstück, Bohrmöglichkeit, Bewilligung, Erschliessung und die Anforderungen des Gebäudes bestimmen, ob diese Variante geprüft werden kann.
Sole/Wasser & Erdsonde im DetailEine Übersicht der von uns geplanten Systeme finden Sie auf der Seite Wärmepumpen.
Gesamte Anlage betrachten
Bei einer Heizungssanierung wird nicht nur das neue Gerät betrachtet. Die bestehende Wärmeverteilung, die Warmwasserbereitung, Regelung und hydraulische Einbindung müssen zur geplanten Wärmepumpe passen.
Je nach Ausgangslage können einzelne Anpassungen sinnvoll sein. Eine vollständige Gebäudesanierung ist jedoch nicht automatisch erforderlich. Wir ordnen die Möglichkeiten verständlich ein und zeigen, welche Schritte für das konkrete Objekt zweckmässig sind.
Mehr zu Heizungssanierung & HeizungsersatzVor Ort beurteilen
Die Beurteilung verbindet Gebäude, Wärmeverteilung und Anlagentechnik.
Kurz beantwortet
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Entscheidend sind unter anderem Wärmebedarf, erforderliche Vorlauftemperatur, Leistung der vorhandenen Heizkörper, hydraulische Verhältnisse und Zustand des Gebäudes. Deshalb sollte die bestehende Anlage vor einer Entscheidung fachlich beurteilt werden.
Nein. Auch Radiatoren können Wärme einer Wärmepumpe übertragen. Ob sie dafür ausreichen, hängt von ihrer Grösse und Leistung sowie von der benötigten Vorlauftemperatur und dem Wärmebedarf der einzelnen Räume ab.
Nein, nicht automatisch. Häufig können vorhandene Heizkörper weiterverwendet werden. Falls einzelne Räume bei einer tieferen Vorlauftemperatur nicht ausreichend warm werden, werden die betroffenen Heizkörper gezielt geprüft.
Die nötige Vorlauftemperatur ergibt sich aus Gebäude, Aussentemperatur, Wärmebedarf und Wärmeabgabe. Je tiefer sie im Betrieb sein kann, desto günstiger sind in der Regel die Voraussetzungen für einen effizienten Wärmepumpenbetrieb.
Bestehende Anlage prüfen
Wir beurteilen Gebäude, Radiatoren, Vorlauftemperatur und bestehende Heizung und besprechen den sinnvollen nächsten Schritt.