Aussenluft als Wärmequelle

Luft/Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt die Aussenluft als Wärmequelle. Sie kann sowohl im Neubau als auch bei einer Heizungssanierung eingesetzt werden, wenn Gebäude, Heizleistung, Systemtemperatur, Aufstellort und Einbindung zusammenpassen.

Einfach erklärt

Wie funktioniert eine Luft/Wasser-Wärmepumpe?

Die Anlage nimmt Wärme aus der Aussenluft auf und macht sie für Heizung und bei entsprechender Planung auch für Warmwasser nutzbar.

Der Wärmepumpenprozess hebt die aufgenommene Energie auf das für die Anlage benötigte Temperaturniveau. Anschliessend wird die Wärme über das Heizungswasser an Fussbodenheizung oder Radiatoren übergeben. Entscheidend ist, dass Wärmepumpe, Gebäude und Wärmeverteilung als Gesamtsystem geplant werden.

Einbausituation berücksichtigen

Innen- oder Aussenaufstellung?

Welche Variante möglich ist, hängt vom konkreten Gerät, dem Gebäude und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Aussenaufstellung

Das Gerät oder die Ausseneinheit steht im Freien. Standort, Leitungswege, Zugänglichkeit, Schall, Abstände und die Grundstückssituation werden gemeinsam beurteilt.

Innenaufstellung

Je nach System kann die Wärmepumpe im Gebäude stehen. Dann sind insbesondere Luftführung, Platzbedarf, Wanddurchführungen, Zugänglichkeit und technische Einbindung zu planen.

Systembezogene Auswahl

Nicht jede Baureihe ist für jede Aufstellungsart erhältlich. Die Auswahl erfolgt deshalb anhand der verfügbaren Systeme und der konkreten Einbausituation.

Frühzeitig einplanen

Schall und Aufstellort

Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen ist die Wahl des Aufstellortes besonders wichtig.

Relevant sind die Abstände zu eigenen und benachbarten Räumen, mögliche Reflexionen durch Fassaden oder andere Flächen, die Grundstückssituation und die Betriebsbedingungen. Auch lokale Vorgaben und projektspezifische Anforderungen müssen berücksichtigt werden. Eine pauschale Standort- oder Grenzwertaussage ist deshalb nicht sinnvoll.

Bestehende Anlage beurteilen

Luft/Wasser-Wärmepumpe im Altbau

Auch in bestehenden Gebäuden mit Radiatoren ist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe grundsätzlich möglich.

Ob sie sinnvoll eingesetzt werden kann, hängt von Wärmebedarf, Vorlauftemperatur, Heizkörperleistung, Gebäudezustand, Warmwasserbereitung und der Einbindung in die bestehende Anlage ab. Eine Fussbodenheizung ist nicht zwingend, die vorhandene Wärmeverteilung muss aber ausreichend dimensioniert sein.

Wärmepumpe mit Radiatoren im Altbau

Gesamte Anlage vergleichen

Was beeinflusst die Kosten einer Luft/Wasser-Wärmepumpe?

Ein seriöser Vergleich betrachtet die vollständig betriebsbereite Anlage und nicht nur den Preis des Geräts.

Zu den möglichen Kostenfaktoren gehören Geräteleistung, Aufstellort, Fundament, Leitungswege, Elektroarbeiten, hydraulische Einbindung, Warmwasserbereitung, Rückbau der alten Anlage und allfällige Anpassungen der Wärmeverteilung. Welche Positionen tatsächlich nötig sind, zeigt erst die Projektprüfung.

Kosten einer Heizungssanierung verstehen

Sachlich abwägen

Vorteile und wichtige Planungspunkte

Die Eignung ergibt sich aus dem Gesamtprojekt, nicht aus einem einzelnen Vorteil.

Mögliche Vorteile

  • Keine Erdsondenbohrung erforderlich
  • Aussenluft als grundsätzlich verfügbare Wärmequelle
  • Bei vielen Sanierungen gut prüfbar
  • Flexible Einbindung in passende Anlagenkonzepte

Zu beachten

  • Aufstellort, Schall und Platz
  • Betrieb bei unterschiedlichen Aussentemperaturen
  • Richtige Dimensionierung und Systemtemperatur
  • Hydraulische und elektrische Einbindung

Bestehende Übersichten

Hersteller und Systeme

Die bestehenden Herstellerseiten zeigen Beispiele für Luft/Wasser-Systeme und erläutern, wie QvA Auswahl, Planung und Einbindung projektbezogen beurteilt.

Systementscheidung

Luft/Wasser bei Heizungssanierung und Heizungsersatz

Bei einer Sanierung prüfen wir bestehende Heizung, Wärmebedarf, Wärmeverteilung, Aufstellort und die notwendige Einbindung.

So lässt sich beurteilen, ob Luft/Wasser zum Gebäude passt oder eine andere Wärmequelle sinnvoller geprüft werden sollte.

Heizungssanierung & Heizungsersatz
Alle Wärmepumpenlösungen

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zur Luft/Wasser-Wärmepumpe

Wie funktioniert eine Luft/Wasser-Wärmepumpe?

Sie entzieht der Aussenluft Wärme und überträgt diese über den Wärmepumpenprozess auf das Heizsystem. Auch die Warmwasserbereitung kann in das Anlagenkonzept eingebunden werden.

Funktioniert eine Luft/Wasser-Wärmepumpe auch im Altbau?

Das ist grundsätzlich möglich. Entscheidend sind Wärmebedarf, benötigte Vorlauftemperatur, Heizkörperleistung, Gebäudezustand, Warmwasserbereitung und die fachgerechte Einbindung.

Kann eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Radiatoren betrieben werden?

Ja, wenn die vorhandenen Heizflächen bei der vorgesehenen Systemtemperatur ausreichend Leistung abgeben. Das muss anhand des Gebäudes und der einzelnen Räume beurteilt werden.

Wo kann eine Luft/Wasser-Wärmepumpe aufgestellt werden?

Je nach Gerät und System ist eine Aussen- oder Innenaufstellung möglich. Standort, Luftführung, Platz, Zugänglichkeit, Leitungswege, Schall und örtliche Projektbedingungen müssen zusammenpassen.

Ist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe laut?

Im Betrieb entstehen Geräusche. Wie sie am Gebäude und in der Umgebung wahrgenommen werden, hängt unter anderem von Gerät, Betriebszustand, Aufstellort, Abständen und möglichen Schallreflexionen ab. Deshalb wird der Standort projektbezogen geplant.

Was beeinflusst die Kosten einer Luft/Wasser-Wärmepumpe?

Relevant sind unter anderem Leistung, Aufstellort, Fundament, Leitungswege, Elektroarbeiten, hydraulische Einbindung, Warmwasserbereitung, Rückbau der alten Anlage und mögliche Anpassungen der Wärmeverteilung.

Projekt prüfen

Passt eine Luft/Wasser-Wärmepumpe zu Ihrem Gebäude?

Wir beurteilen Leistung, Aufstellort, Schall, Wärmeverteilung, Einbindung und bestehende Anlage.